Beliebt seit ewigen Zeiten: Die Palatschinke

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Sie ist zwar schnell und einfach zubereitet, gilt aber dennoch als eine der Aushängeschilder der Österreichischen Mehlspeiskultur: Die Palatschinke. Dieser süße Schatz, der mit den unterschiedlichsten Marmeladen gefüllt sein kann, ist in Österreich jedem geläufig. Woher die köstliche Mehlspeise und ihr Name eigentlich stammen, dürfte wiederum weniger bekannt sein.

 

Palatschinken erfreuen sich bereits seit mehreren tausend Jahren größter Beliebtheit – genauer gesagt schon seit den Römern. Es war auch zu dieser Zeit als die Palatschinke zu ihrem heutigen Namen kam: Denn die Römer nannten die Süßspeise „placenta“, was so viel wie Kuchen bedeutet.
Im Laufe der Zeit fanden die Palatschinken ihren Weg in ungarische und slawische Gebiete. In Ungarn „Palatsinta“ und in den slawischen Regionen „Palatsinka“ genannt, etablierte sich für die in Österreich angekommene Mehlspeise im 19. Jahrhundert schließlich der Begriff „Palatschinke“. 

Nach wie vor zählt der mit Marillen-, Himbeer- oder anderen Marmeladen gefüllte, eingerollte Teig aus Eiern, Mehl und Milch zu den Highlights der Österreichischen Mehlspeiskultur. Ob als Dessert nach dem Hauptgericht oder zum Frühstück – Palatschinken schmecken einfach immer! 

Verschiedene Variationen von Palatschinken

Wie Palatschinken schlussendlich auf dem Teller landen, bleibt jedem selbst überlassen: Die einen füllen sie mit (selbstgemachter) Marmelade, die anderen bevorzugen eine üppige Füllung wie Schoko-Haselnusscreme. So oder so, die Palatschinken müssen vor dem Servieren unbedingt mit Staubzucker bestreut werden! Eine spezielle Form der Süßspeise ist die Eispalatschinke: Dabei wird die Palatschinke mit Vanilleeis gefüllt und zusätzlich zum Staubzucker mit Schokolade übergossen. Auf dem Teller finden außerdem Früchte wie Erdbeeren neben der Eispalatschinke Platz. 

Andere Formen der Palatschinke

Palatschinken werden jedoch nicht nur in Österreich, sondern auch jenseits der Landesgrenzen genossen – allerdings in anderer Form und unter anderem Namen. 

In Frankreich beispielsweise werden sogenannte Crêpes angeboten, die aber dünner als die klassischen österreichischen Palatschinken sind. Abgesehen von der Dicke werden Crêpes auch nicht eingerollt, sondern zu einem Dreieck gefaltet. Unsere deutschen Nachbarn wiederum verspeisen weder Palatschinken noch Crêpes, sondern Pfannkuchen. Der Unterschied zur österreichischen Mehlspeise liegt darin, dass der Pfannkuchen dicker ausfällt.  Selbst auf der anderen Seite des Atlantiks findet sich ein Verwandter der Palatschinke: Der Pancake. Auch diese Süßspeise ist dicker als die heimische Variante und wird zudem nicht mit Marmelade gefüllt, sondern einfach mit Ahornsirup übergossen.

Diverse Palatschinken in der Palatschinkenkuchl genießen

Wer den Kochlöffel nicht selbst in die Hand nehmen, sondern sich auswärts an Palatschinken laben möchte, dem sei an dieser Stelle folgender Tipp mitgegeben: Das Palatschinken-Restaurant Palatschinkenkuchl im 1. Wiener Gemeindebezirk. Dort warten Erich Heindl und sein Team mit 27 unterschiedlichen Arten von Palatschinken auf.