Zwischen zwei Zwetschkenzeigen...

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Zwetschkenknödel, Zwetschkenfleck und Zwetschkenstreuselkuchen – die schwer auszusprechende Zwetschke findet nicht nur in zahlreichen Zungenbrechern, sondern auch in einer Vielzahl von feinen österreichischen Mehlspeisen Verwendung. Wir haben uns mit der Zwetschke und all ihren Besonderheiten etwas näher beschäftigt.

 

Von Asien nach Europa

Ihren Ursprung hat die Zwetschke in Vorderasien, von wo aus sie nach Europa kam. Dort wurde sie in vielen Ländern angebaut, weswegen sich heute nur schwer feststellen lässt, woher die verschiedenen Sorten genau abstammen. Eines ist jedoch klar: Die lila Frucht erfreut sich schon seit Jahrtausenden großer Beliebtheit. So genossen schon die alten Griechen vor mehr als 2500 Jahren die Zwetschke. 

Mit „K“ oder „G“?

Schmecken tun Zwetschken und Zwetschgen gleich, obwohl deren Schreibweise durchaus anders ausfällt. Grundsätzlich wird die Frucht in Österreich (und auch im bayerischen Raum) als Zwetschke mit „K“ bezeichnet. In anderen Gebieten ist die Schreibweise mit „G“ üblich. 

Ob mit „K“ oder „G“, eines muss auf jeden Fall festgehalten werden: Die Zwetschke ist keine Pflaume! Fälschlicherweise wurden Zwetschken und Pflaumen bereits des Öfteren als Synonyme erklärt, was sie aber nicht sind. Denn bei den beiden Früchten handelt es sich um zwei verschiedene Obstsorten. Zwetschken lassen sich um einiges leichter vom Kern lösen als Pflaumen und verfügen außerdem über ein festeres Fruchtfleisch. Aus diesem Grund kann man mit ihnen besser backen. 

Was sich alles mit der Zwetschke anstellen lässt

Die Möglichkeiten mit Zwetschken in der Backstube scheinen schier grenzenlos zu sein. Als das Aushängeschild der süßen Zwetschkenküche schlechthin gilt wohl der Zwetschkenfleck. Neben seiner Zubereitung und weiteren feinen Kuchen, wird aber ebenso gerne Powidl aus der Zwetschke hergestellt. Das eröffnet neue Möglichkeiten in der Mehlspeiswelt, denkt man an herrliche Köstlichkeiten wie Powidltascherl, Powidlgolatschen oder Knödel mit Powidlfüllung.