Zu Ostern wird traditionellerweise der Osterstriezel gebacken

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Diese flaumige Mehlspeise blickt auf einige hundert Jahre Geschichte zurück, denn bereits 1699 wurde das Gebäck im sogenannten „Nachrichtenbuech“ unter dem Namen „Heiligenstriezel“ erwähnt. 

 

Zu flechten begann man den Striezel vermutlich aber erst später. Erzählungen zufolge berichteten die Menschen im Jahr 1840 von einem Wiener Gebäck, das zopfartig geflochten wurde.

 

Das gegenseitige Beschenken mit einem Striezel war auch zur damaligen Zeit nicht unüblich, weswegen die Mehlspeise sich rasch als Festtagsgebäck etablierte. Ursprünglich backte man sie zu Allerheiligen und Weihnachten. Später war der Striezel ebenso zu Ostern, bei Hochzeiten und Taufen ein gern gesehenes Mitbringsel.

 

Die Kunst des Flechtens

 

Osterstriezel schmecken nicht nur gut, sondern sind ebenfalls schön anzusehen. Ihre einzigartige Form zeichnete die Mehlspeise jedoch nicht von Anfang an aus. In seiner Urform war der Striezel nämlich überhaupt nicht geflochten. Erst im Laufe der Zeit begann man ihn zu flechten. Aus zwei Strängen wurden drei, dann vier und später sogar noch mehr.

 

Einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung des mehrsträngigen Striezels leistete die oberösterreichische Meisterprüfungsordnung aus dem Jahr 1929, bei der es Voraussetzung war, unterschiedliche Flechtarten zu beherrschen.