Leo Jindrak

Foto: Leo Jindrak/Sabine Starmayr

Mehlspeiskultur-Botschafter der ersten Stunde: Konditormeister Leo Jindrak im Portrait

Österreichs Mehlspeiskultur ist für Konditormeister Leo Jindrak, der den 1929 von seinem Großvater in Linz gegründeten Betrieb nun in dritter Generation  führt, mehr als "nur" Mehlspeis'. Es sind die schönen Erlebnisse, die guten Gespräche, die schönen Feste oder die Kindheitserinnerungen, die man mit der Mehlspeis' verbindet. Sie ist für ihn ein Stück österreichischer Identität und eine besonders sympathische Komponente der heimischen Kulinarik, für die wir auch in der ganzen Welt geschätzt werden. 

 

Tradition und Handwerk werden im Hause Jindrak sehr groß geschrieben. Was als kleines Unternehmen in der Herrenstraße 22 in der Zwischenkriegszeit mit drei Gesellen und zwei Verkäuferinnen begonnen hat, ist heute mit acht Filialen und mehr als 160 Mitarbeitern DIE Konditorei der Landeshauptstadt Linz. Für Leo Jindrak III ist es Anliegen und Auftrag zugleich, die Wurzeln des Erfolges zu pflegen und weiterzuentwickeln. So werden heute noch überlieferte, traditionelle Rezepte in teils alten Backformen gebacken. Was für ihn aber noch viel wichtiger ist, ist die Aus- und Weiterbildung der Jugend. Schließlich ist sie es, die das Wissen der Handwerkskunst in die nächste Generation tragen soll.

Gute Ausbildung als Erfolgsgarant

Als Ausbildungsbetrieb beschäftigt das Haus der Original Linzer Torte schon seit jeher Lehrlinge. Die duale Ausbildung, das Zusammenspiel zwischen Schule und beruflicher Praxis ist dabei ein wesentlicher Erfolgsgarant für das österreichische Handwerk. Als Bundesinnungsmeister der Konditoren ist der Vizepräsident der oberösterreichischen Wirtschaftskammer ein vehementer Verfechter dieses Erfolgskonzeptes, „an dem man nicht rütteln sollte“, wie er sagt, denn die hervorragend ausgebildeten Fachkräfte sind nicht nur im Inland äußerst begehrt. Umso mehr freut er sich, dass sein Sohn, Leo der IV, ebenfalls bereits geprüfter Konditormeister ist. Das ist gelebte Familientradition!

Jede Saison hat ihre eigenen „Schmankerl“

Die Mehlspeiskultur spiegelt sich auch im Sortiment wider, das sich weitgehend an saisonalen Schwerpunkten orientiert, so gibt es Lebkuchen nicht das ganze Jahr, sondern erst ab dem Spätherbst und den Christstollen eben nur zur Weihnachtszeit.  Für die nun vor uns liegende Weihnachtszeit  hat Leo Jindrak in seinen ganz privaten Backbüchern gestöbert und verrät uns ein besonderes Christstollenrezept, wofür wir uns herzlich bedanken und den Lesern ein gutes Gelingen wünschen. 

Gelebte Mehlspeiskultur ist wertvoll

Konditormeister Leo Jindrak und seine Familie leben die österreichische Mehlspeiskultur in jeder Hinsicht. Verbundenheit mit der Region und zur Heimatstadt, wie allein schon das Unternehmenslogo mit dem  Linzer Mariendom seit knapp 90 Jahren sehr schön signalisiert.  Es steht für die Liebe zum Handwerk und die Freude, Kunden mit süßen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Leo Jindrak ist ein überzeugter und begeisternder Botschafter der ersten Stunde der Initiative „Österreichische Mehlspeiskultur", die sich zum Ziel gesetzt hat, die kulturelle Bedeutung, den Wert und die identitätsstiftende Wirkung der Mehlspeiskultur für die unterschiedlichen Regionen, die Menschen und einzelnen Gruppen umfassend erleb- und sichtbar zu machen.