Imkerei Neber: Süßes Gold aus der Steiermark

Fotos: Bio Imkerei Anton Neber

 

„Treu dem guten Alten, aber nicht minder empfänglich für das gute Neue" ist das Motto von Imkermeister Anton Neber aus St. Lorenzen im Mürztal (Stmk.). Wie der Steirer zum Imkern gekommen ist und was für ihn den Reiz an der Arbeit mit Bienen ausmacht, verrät Neber im Gespräch mit Mehlspeiskultur.at.

 

Anton Neber ist Imker aus Leidenschaft. Zuerst war es nur ein Hobby, das er im Einklang mit der Natur betrieben hat. Beflügelt durch die Emsigkeit der Bienen entstand aber bald der Wunsch, sich intensiver mit der Imkerei zu beschäftigen.

Seit zehn Jahren ist die Imkerei Neber ein Biobetrieb und steht für naturnahes Imkern. „Wir imkern am Puls der Zeit und ernten unseren Honig sortenrein, da die Sorten geschmacklich und farblich unterschiedlich sind. Die Ernte der jeweiligen Honigsorte muss reinsortig sein, denn diese hochwertigen Erzeugnisse bilden die ideale Voraussetzung für weitere Veredelungsschritte in unserem hauseigenen Genusskeller“, sagt Neber.

Genusshandwerk

2002 schloss Neber seine Ausbildung zum Imkermeister an der Steirischen Imkerschule ab und betreibt seitdem seine eigene professionelle Bienenzucht mit der in der Steiermark beheimateten Bienenrasse Carnica. Vertrieben werden die Produkte – von Honig über Honigwein bis zu Propolis – im hauseigenen Geschäft, das Anton Neber gemeinsam mit seiner Gattin Gerlinde führt. Bekannt ist der Familienbetrieb für sein modernes Design und innovative Honigsorten (z.B. Honig mit Waldbeeren, Rosenblüten, Kaffee, Blattgold oder ein Laufmeter Honig mit 20 verschiedenen Sorten).

Kein Lebkuchen ohne Honig

Auch auf die Wichtigkeit des Honigs als Zutat für österreichische Mehlspeisen weist Anton Neber hin: „Was wäre ein Lebkuchen ohne Honig? Honig ist als Süßungsmittel in vielen Bäckereien vorhanden, man denke an Florentiner Kekse, Honigbusserl, Honig-Mandel-Kekse und so weiter. Akazienhonig etwa, ist im Geschmack sehr neutral und kann zum Süßen anstelle von Zucker verwendet werden. Honig hat sehr wertvolle Inhaltsstoffe. Oder eine Palatschinke, verfeinert mit Akazienhonig mit Wildkirschen, lädt zum Schlemmen ein und schadet nicht“, ist der Imkermeister überzeugt.

Arbeiten mit der Natur

Anton Neber hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Das Arbeiten in und mit der Natur sei seine Motivation, sagt er. „Aber auch die logistische Herausforderung im Verkauf tätig zu sein und mit Menschen zu kommunizieren, ist für mich und meine Frau das Schöne im Beruf“. Weiters sollen Führungen durch die Imkerei Neber Kinder und Erwachsene für Bienen und Honiggewinnung begeistern und Wissen über die Honigerzeugung vermitteln. „Die Biene ist faszinierend – bewundert, gefürchtet und voller Geheimnisse“, so Neber.