Holunderblüten & Holunderbeeren

Holunderbeere

Foto: Anastasiia Malinich/shutterstock.com

Der Holunder (Holler) ist ein sehr beliebter Strauch, der sowohl in der Natur als auch im Garten wächst. Jedes Jahr erblüht er in wunderschönen weißen Blüten und im Spätsommer ist er voller köstlicher schwarzer Beeren, die nur darauf warten, zu herrlichen Marmeladen und Mehlspeisen verarbeitet zu werden. 

Im folgenden Beitrag erzählen wir dir mehr über den Hollerstrauch und seine magische Wirkung, die Erntezeit der Hollerblüten und -beeren und welche Köstlichkeiten sich backen und kochen lassen. 

 

Der magische Strauch 

Seinen Ursprung hat der Holunderstrauch (in Österreich als Hollerstrauch bekannt) in Nordamerika. Doch schon früh kam er nach Europa und ist heute ein fester Bestandteil des Alpenraums. Er wächst sowohl in der Natur als auch in Gärten und ist sehr pflegeleicht. 

Dem Hollerstrauch werden magische Kräfte zugesprochen. Er soll die Menschen vor Krankheit, Feuer, Unwetter und Blitzschlag bewahren und Friede bringen. Aus diesem Grund ist er bis heute ein beliebtes Hochzeitsgeschenk und wird in Nähe von Häusern und Ställen angepflanzt. 

Die "heilende" Wirkung von Holler ist heute auch wissenschaftlich nachgewiesen. So können die Inhaltsstoffe wie zum Beispiel die ätherischen Öle, Vitamine, Bitter- und sowie Gerbstoffe eine positive Wirkung auf den Menschen haben. 

 

Mai bis Juni: köstliche Hollerblüten

Die feinen und herrlich duftenden Blüten des Hollerstrauchs blühen von etwa Mai bis Juni. Diese sind nicht nur schön anzusehen, sondern schmecken auch wunderbar. Die Blüten sollten am besten bei sonnigem Wetter geerntet werden, denn dann haben sie das meiste Aroma.

Wer sicher gehen möchte, dass bei der Weiterverarbeitung nicht zu viele Käfer in den Blüten versteckt sind, der sollte die Blüten entweder sanft ausschütteln oder in einen Topf mit Wasser halten. Aber Vorsicht, durch zu viel Bewegung verlieren die Blüten den Blütenstaub, welcher Aroma enthält. 

 

September bis Oktober: saftige, schwarze Hollerbeeren

Die schwarzen Hollerbeeren reifen im Spätsommer und können etwa ab Anfang/Mitte September geerntet werden. Jedoch ist zu beachten, dass die Beeren nicht roh verzehrt werden können, da sie den Giftstoff Sambunigrin enthalten. Erst durch das Kochen der Beeren wird dieser beseitigt. 

Beim Ernten der Beeren ist darauf zu achten, dass die Beeren wirklich schwarz sind und nicht mehr rötlich schimmern, denn dann sind sie noch nicht reif und giftig (auch nach dem Kochen). Da der Saft der Beeren stark abfärbt, sollte man Handschuhe zur Verarbeitung anziehen. Auch sind die Beeren, wenn sie einmal gepflückt sind, nicht besonders lange haltbar und sollten am besten gleich weiterverarbeitet werden. 

Backen & Einkochen

Die Blüten des Holunderstrauchs sowie die Holunderbeeren, die im Spätsommer reif werden, lassen sich ganz leicht zu Marmeladen und Mehlspeisen verarbeiten. Unsere Lieblingsmehlspeise sind die gebackenen Holunderblüten. Auch lässt sich mit den Blüten ein köstlicher Holunderblüten-Sirup herstellen. Aus den schwarzen Holunderbeeren kann man eine Marmelade oder einen klassischen Hollerröster zaubern. Besonders der Hollerröster wird gerne als Zuspeise zu Mehlspeisen wie Kaiserschmarrn gegessen. Wer lieber eine Erfrischung möchte, der kann einen herrlichen Holunder-Apfelsaft machen. 

 

Quellen: