Genuss auf 1000 Metern

Foto: René Ruprecht

Am Fuße des Wilden Kaisers steht die Zeit schon lange still. Seit 350 Jahren ersetzt das zufriedene Muhen der Kühe, die auf 1.170 Metern Seehöhe weiden, Lärm und Hektik des städtischen Treibens. Die Ruhe schätzen damals wie heute jene Gäste, die in der Stöfflhütte auf der Walleralm in Tirol einkehren. 

 

Die Stöfflhütte hat in ihrem 350-jährigen Bestehen noch nie Einsamkeit verspürt. Denn seit dem Erbau des gemütlichen Refugiums erfreut es sich der Gesellschaft der auf den nebenliegenden grünen Wiesen grasenden Kühen und der Besucher, die sich mit Blick auf ein erhabenes Bergpanorama zur Rast setzen.  

Die einzige Veränderung auf der Walleralm ist das Mehr an Gästen, die vom heutigen Betreiber Peter Bichler kulinarisch verwöhnt werden. Sportliche Besucher, die zu Fuß oder mit dem Rad zur Stöfflhütte finden, erwartet neben pikanten regionalen Köstlichkeiten auch eine Vielzahl an hausgemachten Mehlspeisen – eine Belohnung, die sich alle redlich verdient haben, die die Walleralm erklommen haben. 

Das Auge isst mit

Den Genuss von flaumigem Kaiserschmarrn und weichen Auszogenen steigert der atemberaubende Ausblick auf die unberührte Natur noch weiter. Auf der Terrasse der Stöfflhütte sitzend saugen Gäste die einzigartige Atmosphäre regelrecht auf und machen sich nach der Stärkung von Körper und Geist wieder zum Abstieg bereit.

Zurück lassen die Besucher das Vieh, das noch bis zum Almabtrieb im Herbst auf den Wiesen rund um die Stöfflhütte ausharren darf. Wenn es schließlich wieder talwärts geht, werden die Tiere zum Dank die Zeit auf der Alm gut überstanden zu haben, mit Tannengrün sowie Alpenblumen geschmückt und unter feierlichem Geläut von Kuhglocken zurück in den Stall geführt.