Eine Frucht mit Tradition: Die Stanzer Zwetschke

Foto: Archiv Tirol West Stefan Ostermann

Auf einem sonnigen Plateau über der Stadt Landeck in Nordtirol liegt auf 1000m Seehöhe die Gemeinde Stanz. Hier hat die Obstproduktion bereits eine lange Tradition. Kultiviert wird vor allen Dingen eine regionale Besonderheit: Die Stanzer Zwetschke. Sie wurde 2005 als GenussRegion ausgezeichnet. 

 

Seit langer Zeit erblühen in Stanz Zwetschkenbäume. Jedes Frühjahr zieht es zahlreiche Touristen in die Region, um sich an der traumhaften Blütenpracht vor der malerischen alpinen Kulisse zu erfreuen. Und jeden Herbst werden ihre köstlichen Früchte geerntet, um zu feinen Edelbränden und herrlichen Mehlspeisen verarbeitet oder einfach so genascht zu werden.

Vom Heiligen Petrus Canisius zur GenussRegion

Der Legende nach soll es der Heilige Petrus Canisius (1521-1597) gewesen sein, der den ersten Zwetschkenreiser nach Stanz brachte. Über Jahrhunderte wurden hier nur Zwetschkenbäume gezogen, die bereits aus der Region stammten. So haben sich über die Zeit lokale Sorten aus der Gruppe der Hauszwetschken, der Wangenheimer Frühzwetschke und Italienischen Zuckerzwetschke herausgebildet, die besonders gut an die Boden- und Klimabedingungen der inneralpinen Region angepasst sind. Heute werden in der GenussRegion Stanzer Zwetschke gut 20 000 Bäume kultiviert, deren Ernte im September und Oktober immer noch per Hand erfolgt.

Die Stanzer Zwetschke: Süß, saftig und intensiv im Geschmack

Die zahlreichen Sonnenstunden, die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und die häufigen Fönwindlagen verleihen den Stanzer Zwetschken ihren reichhaltigen Geschmack: Die Früchte sind saftig und verfügen über ein intensives, süß-würziges Aroma, das sowohl als Tafelobst, in eleganten Edelbränden wie auch in herrlichen Mehlspeisen erfreut. Traditionell werden aus dem Steinobst Marmeladen, fruchtige Zwetschkenröster, saftige Zwetschkenflecke, Zwetschkenstrudel und -knödel hergestellt.