Die Welt der Backformen

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Ohne eine Backform könnte der Großteil der Mehlspeisen gar nicht gebacken werden. Aus diesem Grund widmen wir den folgenden Beitrag der Backform, ihrer Geschichte und Formen- und Materialvielfalt. 

 

Bis ins alte Rom

Backformen dienen zum Backen von Kuchen, Torten und vielem mehr. Durch sie kann der Teig in die gewünschte Form gebracht und gebacken werden. Anfangs bestanden die Formen aus Steinzeug (eine keramische Masse) oder feuerverzinntem Kupfer. Heute wird auf Blech, Glas und Silikon zurückgegriffen. Einen genauen Zeitpunkt, wann Backformen entstanden sind, gibt es nicht. Durch Ausgrabungen konnte jedoch herausgefunden werden, dass bereits die alten Römer im achten Jahrhundert vor Christus Gugelhupf-Formen verwendet haben.

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Mit der Zeit sind neben den klassischen Formen wie Backblech, Kasten- und Springform weitere spezielle Backformen entstanden:

  • Gugelhupf: Die Form des Gugelhupfs hat sowohl eine symbolische als auch praktische Bedeutung. Symbolisch soll die Backform eine rotierende Sonne darstellen, welche Glück verspricht. Von praktischer Bedeutung ist das Loch in der Mitte, da sich die Wärme im Backofen dadurch gleichmäßig verteilt. Wie Name es bereits verrät, werden in der Form alle möglichen Gugelhupf-Varianten gebacken wie Reindling, Marmorgugelhupf, Kernöl-Gugelhupf und viele mehr. 
  • Rehrücken: Die Rehrückenform ist auf die klassische Kastenform zurückzuführen. Der Unterschied besteht darin, dass die Form abgerundet und innen gerillt ist. In dieser Backform wird klassischerweise der Rehrücken gebacken, wobei es sich um einen süßen Schokoladenkuchen handelt. 
  • Motivbackformen: Heutzutage gibt es neben den eher klassischen Formen auch eine Unmenge an Motivbackformen, wodurch beispielsweise Hasen, Katzen, Lämmchen, Rosen und vieles mehr nachgebacken werden können. Da die Formen zum Teil sehr detailliert ausfallen, ist besonders darauf zu achten, dass die Form überall ausgefettet und bemehlt ist, damit der Kuchen nicht hängen bleibt. 

Blech, Glas, Silikon & Emaille

Heute zählen zu den beliebtesten Backform-Materialien Blech, Glas und Silikon. Welches Material jedoch am besten zum Backen geeignet ist, wird noch immer diskutiert. Aus diesem Grund werden folgend die jeweiligen Vor- und Nachteile angeführt. 

  • Blech: Blechformen bieten den Vorteil, dass sich die Wärme darin gleichmäßig verteilt, sie lange haltbar sind und zu den kostengünstigeren Backformen zählt. Von Nachteil ist, dass man darauf achten muss, dass die Form gut ausgefettet ist, damit der Teig nicht in der Form kleben bleibt. 
  • Glas: Der Vorteil der Glas-Backform ist, dass man sieht, wie sich der Teig entwickelt und wann er die perfekte Bräune hat. Auch ist das Material sehr robust und kratzfest. Jedoch sollte man die Form nicht auf den Boden fallen lassen, da die Backform leicht zu Bruch gehen kann. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Kuchen etwas länger zum Backen braucht, da das Material nicht so gut die Wärme leitet. 
  • Silikon: Die Backform aus Silikon ist grundsätzlich für alle Teige und Backöfen geeignet. Sie ist sehr beweglich, wodurch der Kuchen einfach aus der Backform befreit und die Form problemlos gewaschen werden kann. Auch ist von Vorteil, dass die Form nicht eingefettet werden muss. Von Nachteil ist das etwas mühsame Einfüllen des Teiges. Da die Wände weich sind, kann es passieren, dass die Form einknickt und der Teig ausläuft. 
  • Emaille: Bei Emaille handelt es sich eigentlich um eine spezielle Beschichtung der Backform. Unter dieser Beschichtung befindet sich zumeist Stahl. Der Vorteil an Emaille ist, dass die Form schnitt- und kratzfest ist, die Wärme gut leitet und sehr hitzebeständig ist. Von Nachteil ist, dass die Form immer eingefettet werden muss. Teilweise wird auch der höhere Preis als Nachteil angeführt. 

Bei jedem Material gibt es Vor- und Nachteile. Folglich ist unsere Empfehlung, die verschiedenen Materialien zu testen und für sich selbst seine Lieblings-Backform zu finden.