Die Mischung aus Kreativität, Wissen & Fingerspitzengefühl

Foto: Konditorei Ulreich

Konditormeister Emil Ulreich ist der neuste Zugang zu den Mehlspeiskultur-Botschaftern. Durch die Mehlspeiskultur möchte er sich mit anderen Meistern der Branche vernetzen, die Kultur nach außen tragen und den Lehrberuf Konditor attraktiver gestalten.

Mehr über den jungen Konditormeister und seine Verbundenheit mit der österreichischen Mehlspeiskultur erfährst du hier:

Junger Konditormeister mit Ambitionen

Emil Ulreichs Weg in das Zuckerbäcker-Gewerbe begann mit dem Besuch der Höheren Bundeslehranstalt für Tourismus in Oberwart, die er als fertiger Koch und Kellner abschloss. Für den Schulabschluss musste auch ein Praktikum absolviert werden, welches er im eigenen Familienbetrieb „Süßes von Ulreich“ machte. Während dem Praktikum entdeckte er seine Liebe für den Beruf des Konditors. Aus diesem Grund traf er nach seinem Abschluss die Entscheidung, die Lehre zum Konditor zu absolvieren. 

Die Berufsausbildung absolvierte er bei der K&K Hofzuckerbäckerei Demel in Wien. 2016 machte er die Lehrabschlussprüfung und blieb für ein weiteres Jahr als Konditorgeselle bei Demel. Nach dieser lehrreichen Zeit zog es ihn schließlich wieder nach Hause in den Familienbetrieb, wo er die Prozesse und Arbeitsschritte kennenlernte. Die Liebe zum Beruf krönte er mit der Meisterprüfung. Seither ist Emil Ulreich für die Planung der Produktion an beiden Standorten – im Stammhaus Pinkafeld und in Fürstenfeld, die Neuproduktentwicklung und die Lehrlingsausbildung des Unternehmens zuständig. 

Verbundenheit zur Mehlspeiskultur

Das Familienunternehmen „Süßes von Ulreich“ gibt es seit 1926. Heute wie damals wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Traditionen und die österreichische Kaffeehauskultur aufrechterhalten werden. Auch bei der Neuproduktentwicklung spielt die österreichische Mehlspeiskultur eine Rolle: „Da wir ein Traditionsunternehmen sind, ist mir der Einfluss von traditionellen österreichischen Rohstoffen oder das Verjüngen von traditionellen Rezepten sehr wichtig. Ich greife gerne auf typische österreichische Geschmacksrichtungen zurück, wie zum Beispiel Mohn und Birne.“, erklärt der Konditormeister.

Emil Ulreich ist durch Mehlspeiskultur-Botschafter Dietmar F. Muthenthaler, den er während seiner Demel-Zeit kennenlernen durfte, auf die Initiative aufmerksam geworden. Sofort sah er die Parallelen zwischen den Zielen der Mehlspeiskultur und den Zielen des eigenen Familienunternehmens. Denn wie die Mehlspeiskultur möchte auch er die langjährige Tradition nach außen tragen und vermitteln, dass das Konditorhandwerk einer der schönsten und zugleich herausforderndsten Berufe ist. „Lebensmittel, Handwerk und Tradition kann man in keiner anderen Branche so gut verbinden wie in unserer. Durch das Netzwerk ‚Mehlspeiskultur‘ hat man eine bessere Möglichkeit junge Menschen zu erreichen und auch den Beruf sowie das Lehrbild des Konditors wieder attraktiver zu gestalten.“, so der junge Konditormeister. 

Er selbst kann sich keinen schöneren Beruf vorstellen. Denn als Konditor kann er seinen Fantasien freien Lauf lassen und alles kreieren, was er möchte. Dabei darf jedoch nicht auf das Fingerspitzengefühl vergessen werden, welches für die zum Teil detaillierte Arbeit Voraussetzung ist. Nur aus der Mischung aus Kreativität, Wissen und Fingerspitzengefühl kann etwas Schönes aus Lebensmitteln entstehen. 

Auf die Abschlussfrage, welche Emil Ulreichs persönliche Lieblingsmehlspeise ist, antwortet der Konditormeister: „Der Marmorgugelhupf!“

Wir freuen uns sehr, dass wir Emil Ulreich – einen jungen Konditormeister, der noch eine große Karriere vor sich haben wird – als neuen Mehlspeiskultur-Botschafter begrüßen dürfen.