Alt aber bewährt: der Zimt

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Kaum ein Gewürz hat so viele Jahre auf dem Buckel wie der Zimt. Schon vor Jahrtausenden kamen die aromatischen Gewürzstangen zum Einsatz, wenn auch abseits der Mehlspeisküche.

 

Es waren die Chinesen vor rund 5000 Jahren, die Zimt erstmals kulinarisch verarbeiteten. Allerdings weniger seines einzigartigen Aromas wegen, sondern zum Heilen von Bauchschmerzen, Blähungen oder als Mittel gegen üblen Atem. 

 

Verschiedene Verwendungszwecke

In der Antike gab man Zimt nicht dem Essen bei, sondern verwendete das Gewürz in erster Linie als Duftstoff. Kaufleute aus Arabien und Phönizien brachten die wohl riechende Rinde aus Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, im Mittelmeerraum an den Mann – und das nicht gerade billig. Der hohe Preis des Gewürzes resultiert aus dem durchaus gefährlichen Seeweg, den die Kaufleute zurückzulegen hatten.

Die Ägypter balsamierten mit Zimt ihre Verstorbenen ein, während die Römer es als Duftstoff ansahen und es auch als Spende für die Götter als Räucherwerk nutzten. So wurden unter dem größenwahnsinnigen Kaiser Nero riesige Zimtfeuer auf den Straßen Roms entfacht.

 

Vom Zimtvogel bis zur magischen Pflanze

Um aus dem geheimnisvollen Zimt ein noch größeres Geheimnis zu machen, wurden diverse Sagen und Geschichten rund um die Herkunft des Zimts in die Welt gesetzt. So sprachen orientalische Zwischenhändler von mystischen Zimtvögeln, die für das Bauen ihres Nests die braune Rinde des Zimtbaumes hernehmen. Diese Nester seien für Menschen recht schwer zugänglich, da die Zimtvögel ihr Domizil am vehementesten verteidigen sollen. 

Herodot, einem griechischen Geschichtsschreiber im 5. Jahrhundert vor Christus, waren die Zimtvögel offensichtlich weniger bekannt, da er vom Zimt als eine Unterwasserpflanze, die in einem magischen See beheimatet ist, sprach. 

 

Zimt blieb teuer

Es dauerte bis ins Mittelalter, als der Zimt in unseren Breiten als Würzmittel zum Einsatz kam und seine Wirkung entfaltete. Die Preise stiegen weiterhin und zur damaligen Zeit galten Gewürze als wichtige Handelsgüter, die man mit Gold aufwog. So setzten sich die Seefahrer aus Portugal und Holland zum Ziel, die Inseln des Zimtes zu erobern. 

 

Zur Verfeinerung der Mehlspeise

Nach wie vor zählt Zimt zu den teuersten Gewürzen der Welt. Heute wird Zimt jedoch primär zur Verfeinerung von Mehlspeisen wie zum Beispiel Apfelkuchen, Grießkoch und Kaiserschmarrn verwendet. Auch darf auf die Zimtschnecke nicht vergessen werden, welche ihren Ursprung in Wien haben soll.